Verhütungsmethoden ohne Hormone

Kondom für Mädchen und Frauen

Das Frauenkondom (Femidom) ist eine seit Anfang der 1990er verfügbare mechanische Verhütungsmethode für die Frau.

Beschreibung

Das Femidom ist ca. 17 – 18 cm lang, besteht aus dünnem, strapazierfähigem Polyethylen oder Polyurethan und ähnelt auf den ersten Blick einem Kondom für den Mann. Im Unterschied zu diesem besitzt das Femidom jedoch an beiden Enden einen weichen Ring. Das Frauenkondom gleicht einem hauchzarten, dünnen Futteral, welches in die Scheide eingeführt wird und sich wie eine zweite Haut an deren Innenwände schmiegt. Der Ring am hinteren (inneren) Ende des Femidoms ist verschlossen.

Verhütungsmethoden ohne Hormone

Etwa ein halbes Jahrhundert nach Einführung der Antibabypille bevorzugen Frauen wieder vermehrt hormonfreie Verhütungsmethoden natürlicher oder mechanischer Art. Zu ersteren zählen z. B. die Hormon- oder Temperaturmessungen zur Bestimmung des Eisprunges, der Coitus interruptus, bei dem sich der Mann vor der Ejakulation aus der Vagina zurückzieht, oder die Kalendermethode, bei der die fruchtbaren Tage der Frau durch Beobachtung des Zyklus abgeschätzt werden.

Deutlich verbreiteter und sicherer sind mechanische Verhütungsmethoden, wie Kondome, Femidome (Frauenkondome), Diaphragma (Scheidenpessar) oder Portiokappe, die allesamt den Kontakt des Spermas mit der Eizelle blockieren.

Die Rückbesinnung auf hormonfreie Verhütungsmethoden hat wesentliche Vorteile gegenüber der hormonellen Empfängnisverhütung:

Vorteile hormonfreier Verhütungsmethoden

• nebenwirkungsfrei,
• Kondom/Femidom: zusätzlich Schutz vor ansteckenden Krankheiten,
• preisgünstig,
• spontan nutzbar,
• mehr Unabhängigkeit und sexuelle Freiheit.

Risiken hormoneller Verhütungsmethoden

• kein Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten,
• Nebenwirkungen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Gewichtszunahme, Migräne, Thrombosen, Störung der Leberfunktion),
• Unverträglichkeiten,
• verminderte Wirksamkeit durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten,
• Zwischen- oder Schmierblutungen, Ausbleiben der Menstruation,
• Depressionen,
• verminderte Lust auf Sex,
• keine spontane Absetzmöglichkeit bei Kinderwunsch (besonders bei 3-Monatsspritze),
• Scheidenentzündungen (Vaginalring, Hormonspirale).
Photo: CC by Ceridwen